Die nächsten Schritte zur Realisierung

 

Zauberformel 2020: Kooperation + Kommunikation = Selbst-Bewusstsein als Stadt

(These 95 "Reutlingen, Quo Vadis?! 95 Thesen zur Stadtentwicklungen Reutlingen 2020")


 

 

Newsticker Juli 2015: Das Landesamt für Denkmalpflege hat entschieden!
"Betriebsgelände Heinzelmann" ist als als Kulturdenkmal gesamthaft zu erhalten.

 

Die Gebäude Planie 22/ Urbanstraße 23 - inklusive Nebengebäude mit Werkstatt, Kesselhaus und Garagen - zeichnen gemeinsam exemplarisch die bauliche Entwicklung der Textilfabrik und den Aufschwung der Oststadt in den 1880er Jahren zum Textilstandort ab. Sämtliche Veränderungen an der bailichen Struktur müssen künftig mit dem Tübinger Regierungspräsidium abgestimmt werden.

 

Das geplante dialogische Wettbewerbsverfahren ist nun wohl nicht mehr der erfolgversprechende Weg zum Ziel, das Areal mit zeitgemäßen Nutzungen neu zu beleben. Die Stadtverwaltung sondiert derzeit neue Vefahren. Möglicherweise wird es eine andere Form von Wettbewerb geben.

 

Wir meinen, dies ist nun der Zeitpunkt, um zügig und ernsthaft über die Gründung einer städtischen Entwicklungsgesellschaft nachzudenken. Diese Institution könnte sich dann als federführende Koordinationsstelle die einzelnen Nutzungsbausteine, wie sie beispielsweise auf diesen Internetseiten vorgestellt wurden, vornehmen und sie mit geeigneten Partnern und Betreibern zum Leben erwecken...

Eine Entscheidung, die durch die gewählten Vertreter der Bürgerinnen und Bürger im Gemeinderat diskutiert und getroffen werden könnte. Ein Vorgehen, wie es in anderen Städten bei ähnlichen Sanierungskonzepten keine Seltenheit ist. Ein Konzept, bei dem auch die Stadt selbst langfristig von den Entwicklungen eines solchermaßen lebendigen, integrierten Stadtquartiers profitieren würde. Qualitativ, aber - was für viele Entscheidungsträger  ja noch viel wichtiger scheint - auch in finanzieller Hinsicht.

 

 

Was bisher geschah

 

Bislang wurden alle Fraktionen des Gemeinderates (GR) sowie die Stadtverwaltung (Baudezernat und Amt für Stadtentwicklung) über unser Konzept informiert. Die Rückmeldungen sind durchweg sehr positiv. Auch gibt es die Einsicht, dass der tatsächliche Gewinn für die Stadt mit einem solchen Konzept auf verschiedenen Ebenen weit größer wäre als der rein monetäre beim Verkauf und der Abgabe der Verantwortung für die Zukunft des Areals an einen Investor.

 

Selbstverständlich ist die Frage der Realisierungsweise noch offen - offen dahingehend, dass es verschiedene Optionen gibt, die denkbar sind. Diese reichen von

- Investor begeistert sich für die vorliegende Idee (in process)

oder

- Miethäusersyndikat fördert das Projekt (Bereitschaft ist da)

- eine genossenschaftliche Organisationsform wird gefunden 

- eine Entwicklungsgesellschaft bildet sich

 

Dabei geht es jedoch auch um die grundsätzliche Frage, ob nicht besser das Grundstück in der Hand der Stadt bleiben sollten und es für neue Nutzungen in Erbpacht auf z. B. 99 Jahre abgegeben wird.

 

 

@ Wettbewerb:

 

Wenn sich die Kommunalpolitiker fraktionsübergreifend einig sind, dass die weitere Entwicklung analog unseres Rahmen-/Nutzungskonzepts erfolgen soll, dann ist ein Wettbewerb für "Erkenntnissgewinne" (vgl. aktuelle GR Vorlage, Absatz 6 unter "Vorgehen", Seite 2) nicht nötig und kann eingespart werden.

Das "Gesamtkonzept" wäre mit unserem ´Zeitzeuge trifft Zeitgeist´ schon da und die Prämisse bzgl. Qualitätssicherung "als Herzstück der Oststadt..." erfüllt

 

Der Wettbewerb müsste dann hauptsächlich "die wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte verlässlich und abschließend" klären. Die "Zeit- und Geldersparnis" (GR Vorlage, "Vorgehen", Absatz 8) wäre noch größer, wenn der Ideenteil wegfällt und nur der Realisierungsaspekt gefragt ist. Dieser dafür aber umso konkreter.

 

 

@ Bebauungsplan

 

GR Vorlage, letzter Absatz, Seite 2 "Vorgehen":

Man könnte im GR diskutieren, ob nicht anhand des Rahmenkonzeptes gar ein Bebauungsplan aufgelegt werden könnte, der wiederum eine klare Vorgabe für die Bieter bildet.

 

GR Vorlage, nächste Schritte, Absatz 3:

Mit dem vorgelegten und von allen für gut befundenen Konzept, das ja unmittelbar aus der Bürgerschaft heraus entwickelt wurde, würde schon im Vorfeld die "Festsetzung ergänzt und konkretisiert" - und nicht erst "im weiteren Planungsprozess".